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Sozialzentrum Rankweil Haus Klosterreben

Ausgezeichnet in Gold

Bitte stelle dich und deinen Arbeitgebern kurz vor. Wo hast du deine Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt und seit wann bist du im jetzigen Unternehmen? Wer wird von euch mit Speisen versorgt? Wie viele Personen oder Gerichte sind das pro Tag oder Woche?

Erwin Kasper: Mein Name ist Erwin Kasper und ich bin nun schon fast 5 Jahre Küchenleiter im Sozialzentrum Rankweil. Durchschnittlich produzieren wir an einem Tag bis zu 600 Mahlzeiten. Mein Team und ich dürfen – Großer Dank an die Gemeinde Rankweil – mit frischen, regionalen und zum Teil Bio-Produkten kochen.

Unsere Bewohner:innen im Haus sowie im betreuten Wohnen in der Rebengasse, Essen auf Räder, unsere Schulen und Kindergarteneinrichtungen, den offenen Mittagstisch und unsere Mitarbeiter:innen kommen täglich in den Genuss der regionalen, frischen Küche von uns.

Mein Traumberuf Koch lernte ich von der Picke auf, der mir dann viele spannende Jahre bescherte. Von gutbürgerlich bis in die Spitzengastronomie – von privatem Kochen für 4 Personen bis zum Großevent durfte ich hier erfahren.

Auch in die Selbstständigkeit wagte ich es erfolgreich bis ich mich dann entschied in die Gemeinschaftsverpflegung zu wechseln. Zuerst noch ein Jahr in der Küche des LKH Feldkirch, dann in das SZ Rankweil. Dort durfte ich eine tolle Küche von meinem Vorgänger Gerhard Jurovic übernehmen. Gerhard hat die Küche komplett neu aufgebaut. Hierzu meine große Wertschätzung!

Was fällt alles in deinen Aufgabenbereich, was sind dort die größten Herausforderungen und was deine liebste Aufgabe?

Erwin Kasper: In meine Aufgabenbereich gehören hauptsächlich:
Bestellungen, Einkauf, Menüpläne und Dienstpläne schreiben, HACCP Kontrollen der Küche sowie in den Wohnbereichen, Planung und Kontrolle der Abläufe.

Die größte Herausforderung ist es, dass mein Team und ich die goldene Mitte immer finden, zwischen Kleinkind und älteren Menschen!
Täglich die Geschmäcker zufriedenzustellen ist wirklich eine der größten Herausforderungen, die aber auch täglich Spaß macht!

Seit wann macht ihr bei Vorarlberg am Teller mit und was hat euch zur Teilnahme bewogen?

Erwin Kasper: Mein Vorgänger konnte schon die Küche mit Gold bescheren! Und nun sind es schon gesamt 5 x Gold in Folge!

Wer gehört zu euren regionalen Lieferanten? Musstet ihr für die Teilnahme bei Vorarlberg am Teller viel umstellen oder haben diese Partnerschaften bereits bestanden? Welches ist dein liebstes regionales Produkt und zu was verarbeitest du es am liebsten?

Erwin Kasper: Aktuell liegen wir bei 20 regionalen Partnern. Darunter Carmen Welte, Stefan Maissen, Lisilis Biohof, Bio Hof Lukas Breuß und die Rheintaler Feldfrüchte – um nur einige zu nennen.

Einige der Partnerschaften waren schon bestehend und einige sind daraus entstanden. Flächendeckend haben die Teilnehmer:innen der Aktion Vorarlberg am Teller, die Betriebe maßgeblich gestärkt.

Mein liebsten Produkt ist ganz klar das Gemüse, dass aus regionalen Gärten und Feldern kommt.

Was ist für dich die größte Herausforderung regional einzukaufen und was ist der größte Mehrwert?

Erwin Kasper: Die Herausforderung oder nennen wir es Mehraufwand liegt sicherlich darin, dass viel mehr Organisation bei den Bestellungen erforderlich ist. Verfügbarkeit der benötigten Mengen oder auch die Wetterbedingungen spielen hier bei den Abläufen und den Verarbeitungen eine große Rolle.

Sicherlich wäre es viel einfacher alles im Großhandel zu bestellen, jedoch hier ginge dann jeder Mehrwert und die Nachhaltigkeit verloren.

Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass speziell die jüngere Generation die Wertschätzung gegenüber regionalen Lebensmitteln von uns vorgelebt bekommt.

Team Des Sozialzentrum Rankweil

Wie kommuniziert ihr den Bezug regionaler Lebensmittel gegenüber den Gästen/Konsumierenden? Welches Feedback bekommt ihr diesbezüglich?

Erwin Kasper: Ein Teil der regionalen Lieferanten weisen wir auf unseren Menüplänen aus.
Inzwischen ist der Bekanntheitsgrad von Vorarlberg am Teller schon so gewachsen, dass die Sensibilisierung zu dem Thema schon größtenteils stattgefunden hat und wir auch schon so wahrgenommen werden.

Das Feedback hierzu ist vorwiegend positiv und für uns als Team natürlich sehr motivierend!

Kontakt

Sozialzentrum Rankweil Haus Klosterreben
Klosterreben
6830 Rankweil

T. +43 (0)5522 44278
info@sz-rankweil.at

100.000

Mahlzeiten pro Jahr

12

Landwirtschaftliche Lieferant:innen

12

Mitarbeiter:innen

Eine Initiative des Landes Vorarlberg