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Sozialzentrum Rankweil Haus Klosterreben

Ausgezeichnet in Gold

Haus Klosterreben: Vorbildliche Großküche mit regionalem Fokus

Im Sozialzentrum Haus Klosterreben in Rankweil wird gesunde und regionale Küche großgeschrieben. Unter der Leitung von Küchenchef Erwin Kasper bereitet das Küchenteam jährlich rund 95.000 Mittagessen zu, die nicht nur den Bewohner:innen des Hauses und der Seniorenwohnung Rebengasse zugutekommen, sondern auch externen Kund:innen wie Schulen, Kindergärten und den Bezieher:innen von „Essen auf Rädern“. Zusätzlich wird ein offener Mittagstisch für Pensionist:innen aus der Umgebung angeboten.

Goldene Auszeichnung für regionale Küche

Bereits zum vierten Mal wurde die Küche des Hauses Klosterreben 2025 von der Initiative „Vorarlberg am Teller“ mit Gold ausgezeichnet. Diese Anerkennung bestätigt die kontinuierlichen Bemühungen, vorwiegend regionale und saisonale Produkte zu verwenden. Erwin Kasper betont, dass sein Vorgänger bereits ein starkes Fundament gelegt hat, auf dem er gut aufbauen konnte. Er und sein Team beziehen einen Großteil ihrer Zutaten über den Regiomarkt, eine Plattform, die lokale Produzenten und Konsumenten direkt verbindet. Der Anteil regionaler Produkte liegt bei etwa 50 %, abhängig von der saisonalen Verfügbarkeit.

„Es ist generell eine großartige Geschichte, dass wir regional kochen dürfen und dafür auch noch ausgezeichnet werden“, sagt Erwin Kasper. „Die Marktgemeinde Rankweil unterstützt uns in dieser Hinsicht sehr, und in der Auszeichnung sehen wir auch eine Verantwortung, die Menschen gesund zu bekochen.“

Logistische Herausforderungen und kulinarische Vielfalt

Die Arbeit in der Großküche verlangt präzise Planung und durchdachte Logistik. Die Menüpläne werden drei Wochen im Voraus erstellt, und die Bestellungen erfolgen etwa eine Woche vor der Lieferung. Täglich werden bis zu 500 Mittagessen zubereitet, wobei das Küchenteam in zwei bis drei Chargen kocht, um die Frische der Speisen zu gewährleisten. Ein typischer Tag in der Küche beginnt für Erwin Kasper bereits um 6:30 Uhr, wenn die ersten Vorbereitungen getroffen werden.

Die Küche des Hauses Klosterreben bietet täglich zwei frisch zubereitete Menüs an, die eine Vielfalt an gutbürgerlicher Küche, Mehlspeisen, Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten abdecken. Auch spezielle Diätformen werden nach Bedarf berücksichtigt. „Wir versuchen, möglichst viele Komponenten hineinzubringen und erfüllen auch Extrawünsche, soweit es möglich ist“, so Kasper, der besonders stolz auf sein Team ist.

“Es ist generell eine großartige Geschichte, dass wir regional kochen dürfen und dafür auch noch ausgezeichnet werden”

Erwin Kasper

Ein starkes Team und regionale Verbundenheit

Das Küchenteam setzt sich aus gelernten Köch:innen, Küchenhilfen, Abwäscher:innen und geschützten Arbeitskräfte zusammen. „Einen großen Anteil am Funktionieren hat mein Team, auf das ich sehr stolz bin, da es wirklich sehr flexibel agiert“, betont Erwin Kasper.

Besonders stolz ist er darauf, dass in seiner Küche auf Geschmacksverstärker und industrielle Zusätze verzichtet wird – selbst die Suppenwürze wird hausgemacht. „Es ist ja keine Selbstverständlichkeit, dass man regional kochen darf und auf Geschmacksverstärker völlig verzichten kann.“

Fazit: Ein Vorbild in der Gemeinschaftsverpflegung

Das Haus Klosterreben hat sich mit seiner Großküche als Vorbild für gesunde und regionale Gemeinschaftsverpflegung etabliert. Die wiederholte Auszeichnung mit Gold durch die Initiative „Vorarlberg am Teller“ unterstreicht den hohen Standard und das Engagement des Küchenteams. Durch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten und die konsequente Umsetzung moderner, gesunder Kochansätze leistet das Haus Klosterreben einen wertvollen Beitrag zum Wohl der Gemeinschaft in Rankweil und darüber hinaus.

Team Des Sozialzentrum Rankweil

Kommt es vor, dass jemanden das Essen gar nicht schmeckt?

Erwin Kasper: Wenn etwas gar nicht passt, führe ich gerne ein persönliches Gespräch mit dem- oder derjenigen. Aber generell kommt das sehr selten vor. Ist es dennoch der Fall, bespreche ich das direkt vor Ort und schaue, dass eine Lösung gefunden wird. Manchmal steckt auch Überzeugungsarbeit dahinter, dass man auch etwas probiert, was man von zu Hause nicht kennt. Vor allem bei den Kindern. Das Wichtigste ist mir, dass es schmeckt und dass man vom Essen satt wird.

Sie waren lange selbstständig, haben dann am LKH Feldkirch gekocht und jetzt im Sozialzentrum. Was sind da die Unterschiede?

Erwin Kasper: Ich habe den Kochberuf von der Pike auf gelernt und es ist natürlich ein Unterschied, ob man für Gäste in einem Restaurant kocht oder in einer Küche steht, in der 365 Tage alles reibungslos funktionieren muss. Was mir besonders gefällt ist, dass ich viele Ansätze von moderner und gesunder Küche einbringen kann. Und das mit einer großen Anzahl von Produkten, die aus Vorarlberg stammen. Es ist ja keine Selbstverständlichkeit, dass man regional kochen darf und auf Geschmacksverstärker völlig verzichten kann. Bei uns wird sogar die Suppenwürze selbst hergestellt.

Kontakt

Sozialzentrum Rankweil Haus Klosterreben
Klosterreben
6830 Rankweil

T. +43 (0)5522 44278
info@sz-rankweil.at

95.000

Mahlzeiten pro Jahr

13

Landwirtschaftliche Lieferant:innen

13

Mitarbeiter:innen

Eine Initiative des Landes Vorarlberg