Bitte stelle dich und deinen Arbeitgeber kurz vor. Wo hast du deine Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt und seit wann bist du im jetzigen Unternehmen? Wer wird von euch mit Speisen versorgt? Wie viele Personen oder Gerichte sind das pro Tag oder Woche?
Ich bin Sabrina und arbeite in der Kantine.L der LHTL Rankweil. Die Kantine.L ist der gastronomische Zweig der Lebenshilfe. Wir arbeiten am Standort mit beeinträchtigten Klienten, die uns in der täglichen Arbeit unterstützen. Ich arbeite seit Herbst 2024 als Standortleiterin in der Kantine. Bis dahin habe ich 15 Jahre in der Gastronomie und im Eventcatering gearbeitet. Bei uns werden die Schüler der HTL Rankweil täglich mit frischen Speisen versorgt. Im Schnitt haben wir täglich 130 warme Mittagessen, die aus unserer Küche gehen, und zusätzlich versorgen wir die Schüler mit belegten Broten und warmen Snacks.
Was fällt alles in deinen Aufgabenbereich und was sind dort die größten Herausforderungen?
Ich koordiniere den täglichen Ablauf der Mitarbeiter, den Einkauf und arbeite an allen Positionen mit. Das heißt, vom Brötchen richten über Abwaschen ist alles beinhaltet.
Die größte Herausforderung für uns alle sind die schwankenden Schülerzahlen am Mittag, da wir nie wissen, wer essen kommt.
Seit wann macht ihr bei Vorarlberg am Teller mit und was hat euch zur Teilnahme bewogen?
Seit 2023 Jahren machen wir mit. Wir haben uns dazu entschieden, da es uns wichtig ist, mehr regionale Produkte auf den Teller zu bringen und vernetzter mit regionalen Partnern zu sein.
Wer gehört zu euren regionalen Lieferanten? Musstet ihr für die Teilnahme bei Vorarlberg am Teller viel umstellen oder haben diese Partnerschaften bereits bestanden? Welches ist dein liebstes regionales Produkt und zu was verarbeitest du es am liebsten?
Regionalmarkt, Milchhof, Sennhof, Frastanzer. Ja, wir mussten ein paar Sachen umstellen, z. B. Gemüse beim Regionalmarkt. Kartoffeln – die wir zu Kartoffelsalat, Gratin, Pellkartoffeln, Ofengemüse verarbeiten.
Was ist für dich die größte Herausforderung regional einzukaufen und was ist der größte Mehrwert?
Die größte Herausforderung ist, dass nicht alles geliefert werden kann, wie wir es benötigen, aufgrund von Saisonalität, aber auch aufgrund der Mengen, die wir benötigen.
Der größte Mehrwert ist, wie oben schon beschrieben, regionale Produkte von Bauern aus dem Land zu verarbeiten und diese mit gutem Gewissen an die Schüler weitergeben zu können.
Wie kommuniziert ihr den Bezug regionaler Lebensmittel gegenüber den Gästen/Konsumierenden? Welches Feedback bekommt ihr diesbezüglich?
Das wird bei uns auf dem Speiseplan ausgewiesen und wir weisen die Schüler auch bei der Mittagsausgabe darauf hin. Das Feedback ist unterschiedlich. Es gibt Schüler, die dies begrüßen, es gibt aber auch diejenigen, die nicht viel damit anfangen können und der Meinung sind, dass der Preis zu hoch ist und dies wiederum auf die regionalen Produkte zurückführen.



