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Bildungscampus Vandans

Ausgezeichnet in Gold

Bitte stelle dich und deinen Arbeitgeber kurz vor. Wo hast du deine Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt und seit wann bist du im jetzigen Unternehmen? Wer wird von euch mit Speisen versorgt? Wie viele Personen oder Gerichte sind das pro Tag oder Woche?

Mein Name ist Daniela Schoder und ich bin seit fast zehn Jahren bei der Gemeinde Vandans in der Schulküche am Bildungscampus Vandans tätig. Mit großer Freude koche ich täglich in „meiner“ Schulküche und werde dabei zeitweise von zwei Kolleginnen unterstützt. Eine klassische gastronomische Ausbildung habe ich nicht, jedoch habe ich mir über die Jahre viel Wissen und praktische Fertigkeiten angeeignet. Auch von meiner Oma konnte ich mir wertvolle Kenntnisse rund ums Kochen aneignen.

Wir versorgen alle Kinder, die den Bildungscampus besuchen. Dazu zählen die Volksschulkinder, die Kindergartenkinder sowie die Kinder der Kleinkindbetreuung im Familienzentrum Montafon. Ebenso werden die Betreuerinnen und Lehrpersonen mitverpflegt. Von Montag bis Donnerstag bereiten wir täglich zwischen 60 und 90 Mahlzeiten frisch zu.

Was fällt alles in deinen Aufgabenbereich, was sind dort die größten Herausforderungen und was deine liebste Aufgabe?

Mein Aufgabenbereich umfasst im Grunde alles – von der Planung bis zur Ausgabe der Speisen. Dazu zählen das Erstellen der Speisepläne, der Einkauf, die Abstimmung mit den Lieferanten, das Kochen selbst sowie das Decken der Tische und das anschließende Aufräumen. Die Kindergarten- und Volksschulkinder dürfen ihre Portionen selbst schöpfen, was ein wichtiger Teil der Esskultur ist.

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, die vorgegebenen Richtlinien einzuhalten, abwechslungsreiche und regelmäßig vegetarische Gerichte anzubieten und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Speisen den Kindern schmecken. Unser Ziel ist es, dass sich die Kinder auf das Mittagessen freuen.

Am liebsten koche ich selbst und freue mich über die strahlenden Augen der Kinder, wenn es ihre Lieblingsgerichte gibt. Genauso schätze ich aber auch ihre Ehrlichkeit, wenn ihnen etwas einmal nicht so gut schmeckt. Immer wieder versuchen wir, auch neue oder ungewohnte Speisen mit viel Kreativität und Feingefühl an die Kinder heranzuführen.

Seit wann macht ihr bei Vorarlberg am Teller mit und was hat euch zur Teilnahme bewogen?

Wir nehmen nun bereits im dritten Jahr an „Vorarlberg am Teller“ teil. Im Jahr 2024 wurden wir mit der Auszeichnung in Bronze geehrt, 2025 folgte die Auszeichnung in Gold.

Diese Initiative überzeugt mich besonders durch den bewussten Umgang mit regionalen Produkten und die damit verbundene Stärkung heimischer Betriebe. Zudem ist es mir ein großes Anliegen, dass unsere Kinder täglich ein frisch gekochtes Mittagessen aus gesunden, regionalen Zutaten erhalten und dabei auch eine wertvolle Tischkultur erleben dürfen.

Wer gehört zu euren regionalen Lieferanten? Musstet ihr für die Teilnahme bei Vorarlberg am Teller viel umstellen oder haben diese Partnerschaften bereits bestanden? Welches ist dein liebstes regionales Produkt und zu was verarbeitest du es am liebsten?

Zu unseren regionalen Lieferanten zählen der Regionalmarkt für Obst und Gemüse, die Metzgerei Walser in Meiningen für Fleisch- und Wurstwaren sowie Vorarlberg Milch in Tosters für Milchprodukte. Im Zuge der Teilnahme an „Vorarlberg am Teller“ wurde vor allem auf den Regionalmarkt umgestellt, wobei wir auch schon zuvor bewusst eingekauft und regionale Anbieter bevorzugt haben.

Mein liebstes regionales Produkt sind Milch und Grieß, aus denen ich besonders gerne einen Montafoner Riebel zubereite – ein Gericht, das bei unseren Kindern sehr beliebt ist. Regionale, frische und fair eingekaufte Zutaten machen das Kochen und Verarbeiten besonders angenehm und bereiten viel Freude.

Was ist für dich die größte Herausforderung regional einzukaufen und was ist der größte Mehrwert?

Mittlerweile ist die regionale Produktbeschaffung sehr gut organisiert, sodass sich die Herausforderungen in Grenzen halten. Der größte Mehrwert liegt eindeutig in der Qualität der Produkte und in der Unterstützung der regionalen Landwirtschaft.

Wie kommuniziert ihr den Bezug regionaler Lebensmittel gegenüber den Gästen/Konsumierenden? Welches Feedback bekommt ihr diesbezüglich?

Auf unseren Speiseplänen werden die jeweiligen Lieferanten angeführt. Zusätzlich informiert die Direktorin die Eltern unter anderem im Rahmen von Elternabenden über den Einsatz regionaler Lebensmittel. Das Feedback ist sehr positiv und zeigt, dass der bewusste Umgang mit regionalen Produkten geschätzt wird.

Bildungszentrum Vandans - Mitarbeiterin In Der Küche - Foto: Serra

Kontakt

Bildungscampus Vandans
Anton Bitschnaustraße 2
6773 Vandans

schulkueche@vsva.vobs.at

10.000

Mahlzeiten pro Jahr

3

Landwirtschaftliche Lieferant:innen

2

Mitarbeiter:innen

Eine Initiative des Landes Vorarlberg